Zum Abschluss unserer Islandreise möchten wir noch zwei Tage in Reykjavík verbringen.

Auf der relativ langen Fahrt aus dem Norden in die Stadt machen wir Mittagspause an einem Wasserfall.



Es ist mittlerweile fast schon Tradition bei uns, den Aufenthalt in der Hauptstadt ans Ende einer Reise zu legen. So können wir den Mietwagen früher zurückgeben und sparen meist noch ein wenig Geld.
In Island ist jedoch manches ein bisschen anders. Der Transport zum Flughafen ist erstaunlich teuer. Nachdem wir gerechnet hatten, stellten wir fest, dass es tatsächlich günstiger war, den Mietwagen zu behalten. Also verlängerten wir kurzerhand die Buchung.

Wer durch Island reist, begegnet ständig Ortsnamen mit der Vorsilbe „Rey“ oder „Reyk“. Natürlich denkt man sofort an Reykjavík. Der Name bedeutet übersetzt ungefähr „Rauchbucht“. Gemeint ist allerdings kein Rauch im eigentlichen Sinn, sondern der Dampf der heißen Quellen, der hier schon den ersten Siedlern aufgefallen sein soll.
Das altnordische Wort „reykur“ bedeutet Rauch oder Dampf – und genau deshalb taucht diese Silbe in Island immer wieder auf. In einem Land voller heißer Quellen, geothermaler Aktivität und dampfender Erde passt das natürlich perfekt.
In Reykjavík angekommen, starten wir erst einmal ganz entspannt mit einem Stadtbummel. Entlang der Hauptstraße geht es gemütlich durch die Innenstadt. Kleine Boutiquen, bunte Häuserfassaden und immer wieder Street Art machen den Spaziergang abwechslungsreich.

Zuerst gehen wir zur Hallgrímskirkja. Die markante Kirche ist praktisch von überall in der Stadt zu sehen und gehört zu den Wahrzeichen Islands. Wir besteigen auch den Turm und genießen einen Blick von oben.




Gleich gegenüber der Kirche kehren wir im Café Loki ein. Das kleine Restaurant ist bekannt für traditionelle isländische Spezialitäten.

Gestärkt geht es anschließend weiter durch die Stadt Richtung Hafen.
Besonders beeindruckend ist das moderne Konzerthaus Harpa mit seiner spektakulären Glasfassade.




Nur wenige Schritte entfernt steht die berühmte Sun Voyager, auf Isländisch „Sólfar“. Die moderne Skulptur erinnert an ein Wikingerschiff und gehört zu den bekanntesten Fotospots der Stadt.

Dass wir den Mietwagen behalten haben, erweist sich am nächsten Morgen als äußerst praktisch. So können wir ganz entspannt noch einen kleinen Abstecher unternehmen. Unser Ziel ist Hafnarfjörður – eine charmante kleine Stadt südlich von Reykjavík. Besonders gefallen hat uns der sogenannte Feenpark, denn Hafnarfjörður gilt in Island als die Stadt der Elfen und verborgenen Wesen.

Zwischen den schwarzen Lavafelsen führen kleine Wege hindurch, und tatsächlich hat die Landschaft etwas Märchenhaftes. Überall stehen Hinweistafeln zu den isländischen Sagen und Geschichten rund um Elfen und Feen. Selbst wenn man nicht an versteckte Wesen glaubt, versteht man sofort, warum sich genau hier so viele Legenden entwickelt haben.

Anschließend geht es zurück nach Reykjavík zum Perlan. Das moderne Naturkundemuseum gehört inzwischen zu den beliebtesten Attraktionen der Stadt.
Es gibt verschiedene interaktive Ausstellungen und Shows rund um Islands Naturgewalten. Besonders beeindruckend fanden wir die Lava-Show, bei der die vulkanische Aktivität Islands eindrucksvoll erklärt wurde.

Genauso faszinierend war die nachgebaute Eishöhle.


Zum Abschluss schauten wir uns noch die Nordlichter-Show an. Die Präsentation war gut gemacht und stellt eine tolle Möglichkeit dar, die Magie der Aurora im Sommer zu erleben.
Zurück in der Innenstadt legen wir erst einmal eine gemütliche Kaffeepause ein. Dazu gibt es eine frische Zimtschnecke – schließlich gehören Kaffeehäuser irgendwie genauso zu Reykjavík wie die bunten Häuser und die kreative Atmosphäre der Stadt.


Am Abend zieht es uns noch einmal ins Café Loki. Das traditionelle isländische Essen hatte uns bereits beim ersten Besuch überzeugt, und irgendwie fühlt es sich passend an, die Reise genau dort ausklingen zu lassen.

Eine Spezialität im Café Loki ist das berühmte Broteis beziehungsweise Rye Bread Ice Cream. Die Kombination aus Roggenbrot und Eis klingt ungewöhnlich, ist jedoch lecker. Das cremige Eis wird mit gerösteten Roggenbrotstückchen verfeinert, die für eine leicht karamellige, malzige Note und einen angenehmen Crunch sorgen. Serviert wird es traditionell mit Sahne und Rhabarbersirup – eine überraschend leckere Mischung, die perfekt zu Island passt.
Das Besondere am traditionellen isländischen Roggenbrot ist übrigens auch die Art, wie es gebacken wird. Das sogenannte „Rúgbrauð“ wird oft mit Hilfe der natürlichen Erdwärme hergestellt. Der Brotteig kommt dafür in Töpfe oder spezielle Formen und wird anschließend in der Nähe heißer Quellen oder im warmen vulkanischen Boden langsam über viele Stunden gegart. Dadurch entsteht die typische dunkle Farbe sowie der leicht süßliche, besonders saftige Geschmack.

No responses yet