Wir mögen Glamping – die Kombination aus Camping und ein bisschen Luxus. Schon in den albanischen Bergen hatten wir damit gute Erfahrungen gemacht, nun probieren wir es noch einmal direkt am Meer.

Die Lage unseres Camps bei Lukovë ist wirklich top. Unser Zelt steht nur wenige Stufen vom wunderschönen Strand entfernt und ist mit einem bequemen Bett ausgestattet. Die sanitären Anlagen erinnern jedoch mehr an Camping als an Glamping. Der Wasserdruck ist sehr bescheiden, die Wassertemperatur erfrischend. Trotzdem genießen wir unsere Zeit hier sehr. Das Meerwasser ist klar und schimmert im Sonnenschein türkisblau. In der kleinen Taverne direkt am Strand gibt es leckeres Essen.


Bewusst haben wir uns den Aufenthalt am Meer für das Ende unserer Reise aufgehoben. Bevor es zurück in den Alltag geht, wollen wir einfach noch ein wenig entspannen.


Mit dem Boot in den Sonnenuntergang
Unser Gastgeber bietet kleine Bootstouren entlang der Küste an. Für unseren letzten Abend buchen wir eine Tour zum Sonnenuntergang. Zunächst ankern wir vor kleinen Höhlen und schwimmen hinüber, um hineinzuschauen. Ganz hinein trauen wir uns allerdings nicht.


Anschließend fahren wir an abgelegenen Stränden vorbei, die tagsüber mit Booten angesteuert werden. Rund um Lukovë fallen die Berge steil ins Meer ab. Eine Erschließung mit Straßen und Hotels wäre mit erheblichem Aufwand verbunden. Einige schöne Strandabschnitte werden trotzdem touristisch genutzt: Gäste werden morgens mit Booten hingebracht und am. Abend wieder abgeholt.

Später erreichen wir die Kakomë-Bucht. Sie liegt abgeschieden zwischen den Bergen und ist von markanten Felsen und kristallklarem Wasser umgeben. Mehr als zwei Jahrzehnte lang war der Zugang über Land versperrt; erst in diesem Jahr wurde die Barriere entfernt. Zuvor war der Strand nur mit dem Boot erreichbar. Wir legen eine Badepause ein und genießen noch einmal das herrlich klare Wasser.

Danach geht es zurück aufs offene Meer. Unser Bootsführer möchte unbedingt noch angeln, denn am Morgen war er ohne Fang geblieben. Dieses Mal hat er deutlich mehr Glück – auch mit Christians Unterstützung beißen insgesamt sieben Fische an.

Währenddessen stelle ich fest, dass aus mir wohl keine echte Seefahrerlady mehr wird. Das Boot schaukelt ordentlich, und ich muss mich sehr auf den wunderschönen Sonnenuntergang konzentrieren, damit ich nicht seekrank werde. Der Anblick ist tatsächlich traumhaft. Trotzdem bin ich ein wenig erleichtert, als die Sonne endlich im Meer versinkt. Danach wird es schnell dunkel und wir fahren zurück zum Strand.

Ein letzter Tag in Tirana
Nach dem Frühstück am zweiten Morgen verabschieden wir uns vom Meer und machen uns auf den Weg nach Tirana. In unserem Hotel bekommen wir überraschend ein Upgrade. So kann ich noch ein ausgiebiges Bad in einer wunderschönen Badewanne genießen, bevor wir die Stadt erkunden und noch einmal richtig lecker essen gehen.

Tirana erleben wir als moderne, quirlige Stadt mit abwechslungsreich gestalteten Gebäuden.


Bei unserem Rundgang kommen wir auch an der markanten Pyramide vorbei.


Man könnte fast meinen, Diktator Enver Hoxha habe sie bauen lassen, weil er sich wie die ägyptischen Herrscher eine eigene Pyramide wünschte. Tatsächlich entstand das Gebäude jedoch erst nach seinem Tod und wurde 1988 als Museum zu seinen Ehren eröffnet. Heute ist die neu gestaltete Pyramide ein modernes Kultur- und Bildungszentrum. Unter anderem lernen Jugendliche dort bei TUMO kostenlos Programmieren, Robotik, Animation, Musik und Film. Daneben gibt es Ateliers, Veranstaltungsräume, Büros und Cafés. Über die Außentreppen kann man bis nach oben steigen und den Blick über Tirana genießen.





Am nächsten Morgen genießen wir ein letztes leckeres Frühstück in der Nähe der Oper. Dann heißt es endgültig Abschied nehmen: Wir machen uns auf den Weg zum Flughafen – voller Eindrücke und mit vielen schönen Erinnerungen an Albanien im Gepäck.


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